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Der kleine Prinz
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Der zweite Weltkrieg ist die Kulisse, vor der Antoine de Saint-Exupéry sein kleines Buch verfasst.

Weite Teile entstehen fern der Heimat in den USA; inhaltlich ist es stark inspiriert von den Wüsten Afrikas; alles scheint fern von Frankreich, das von Deutschen besetzt ist, wo Deportationen und Massenmorde zum grausamen Alltag gehören.

Antoine de Saint-Exupéry stirbt bei einem Aufklärungsflug. Über das Mittelmeer fliegt er, von Korsika kommend, am 31. Juli 1944 zu einem Aufklärungsflug die Südküste Frankreichs an - ab da fehlt jede Spur. Ob technisches Versagen oder Abschuss - der Grund für die fehlende Rückkehr war lange nicht bekannt; erst seit 2008 ist klar: es war ein Abschuss.

Dem kleinen Prinzen bleibt erspart, in den Krieg gestoßen zu werden - in den "richtigen" Krieg der Menschen, wo mit Maschinen getötet wird. Der kleine Prinz aber lernt, was Menschen von sich selbst entfremdet, und wie von-sich-selbst-entfremdete Menschen den Zugang zu anderen Menschen verlieren. Wenn Menschen eben nicht mit dem Herzen sehen, und wenn sie folglich nicht "gut" sehen - dann ist absehbar, was geschieht. Jedes Kind spürt, was damit gesagt wird.

Auf diese Weise geht der Autor an die Wurzel allen Übels. Aber die Entfremdung, das Außer-sich-Sein wird ganz still in kleinen Details gesucht und geschildert, nicht in großer Theorie (wie etwa bei Marx und Engels oder sonstigen Welt-Erklärern).

Das Buch "Der kleine Prinz" ist Zivilisationskritik, Religionskritik, Zeitkritik - ohne aber zu deutlich zu werden, ohne dabei das Märchen zu zerstören, ohne die Leser - Kinder - zu verstören.

Der Krieg ist nur die allerletzte, nicht mehr überbietbare Steigerung eines Grundzustands - nämlich einer Welt, in der "die großen Leute" (die Erwachsenen) ohne Liebe zu einander leben, ohne Verantwortung, ohne ein Sich-vertraut-machen, ohne Wurzeln, ohne Freiheit in den großen Schicksalsfragen des Lebens: alles scheint unausweichlich, und es scheint unausweichlich auf ein schlechtes Ende zuzusteuern.

Das Buch scheint wie durchzogen von einem resignierenden Fatalismus: Die Menschen, denen der kleine Prinz begegnet (den Erzähler ausgenommen) scheinen wie Marionetten, wie Sprechpuppen, die den einmal gesagten Satz nicht mehr variieren können. Die Dinge sind, wie sie sind. Und im Hintergrund, in den unsichtbaren Kulissen des Buches, führen sie eben Krieg.

Der kleine Prinze erscheint bei seinem Ende, seiner Heimreise (die sein Tod sein könnte, aber nicht sein muss), resigniert - der Planet Erde scheint kein Ort zu sein für "Sich-vertraut-machen" und "Wurzeln". Lediglich Pflanzen und Tiere haben sein Herz berührt - Menschen dagegen, genauer: "die großen Leute", gaben nur Anlass zu Verwunderung: "Die großen Leute sind entschieden sehr verwunderlich", heißt es im Buch.

Lediglich der Erzähler, der Pilot, scheint den Pessimismus nicht zu teilen. Er will sein Flugzeug reparieren und heim fliegen, als gäbe es eine glückliche Welt, die auf ihn warten würde. In Saint-Exupérys echtem Leben war das ein Flug ohne Wiederkehr; die glücklich(er)e Welt nach der Zeit des Weltkrieges hat er nicht mehr erlebt.




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"Planetenflug" ist eine unabhängige Seite für Freunde des Buches "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry. Liebt der kleine Prinz seine Rose? Liebt seine Rose ihn? Ist die Reise des Prinzen wirklich eine Flucht? Oder eine Reise zu sich selbst? Welche Bedeutung hat der Fuchs? Stimmt der Satz: "Man sieht nur mit dem Herzen gut"? Und: "Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar"? Aber auch Hinweise auf Theater, Film bis hin zu Nippes (der "kleine Prinz" als Schlüsselanhänger) werden auf "Planetenflug.de" gegeben. Vieles also ist zum Thema auf "Planetenflug.de" vertreten - nur eines nicht: der volle Text-Auszug von "Der kleine Prinz", denn dessen Wiedergabe hier ist aus Gründen des Urheberrechtes nicht gestattet (Schutzfrist von 70 Jahren). Die Verwendung von Bildern/Texten/Videos aus "Planetenflug.de" ist nur mit Zustimmung des Urhebers gestattet; siehe Urheberrecht.


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